5 Ringe – 5 Fragen mit Tobias Ragge
„Unser Land braucht Vorhaben, die positive Energie erzeugen und Menschen hinter einem größeren Ziel zusammenbringen“
Tobias Ragge, CEO der HRS Group, spricht mit uns darüber, welche Potentiale für Deutschland in Olympischen und Paralympischen Spielen liegen.
Frage 1: Welche Bedeutung hat eine Olympiabewerbung für HRS und warum halten Sie es für sinnvoll, dass ihr Unternehmen dieses nationale Projekt unterstützt?
Wir von HRS unterstützen die deutsche Olympiabewerbung, weil Deutschland wieder ein nationales Projekt braucht, das Zuversicht, Leistungswillen und gemeinsame Ausrichtung sichtbar macht. Unser Land braucht Vorhaben, die positive Energie erzeugen und Menschen hinter einem größeren Ziel zusammenbringen. Olympia kann genau so ein Projekt sein. Es gibt uns die Chance, wieder stärker nach vorne zu schauen und der Welt zu zeigen, wozu Deutschland fähig ist.
Frage 2: Inwiefern sehen Sie die Olympischen und Paralympischen Spiele als Chance, die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Deutschland zu stärken?
Die Olympischen und Paralympischen Spiele sind eine große Chance für Deutschland. Sie geben uns die Möglichkeit, uns als guten Gastgeber zu präsentieren, die Welt hier willkommen zu heißen und zugleich gezielt in Infrastruktur zu investieren, um auch in diesem Bereich wieder Weltklasse zu erreichen. Darüber hinaus könnten die Spiele unterstreichen, dass Deutschland ein sicheres Reiseland ist, etwas, das für die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Deutschland von zentraler Bedeutung ist.
Frage 3: Welche gesellschaftlichen und unternehmerischen Werte von HRS finden sich auch in der Olympiabewerbung wieder?
Im Kern ist es vor allem der Leistungsgedanke, der sich in der Olympiabewerbung wiederfindet. Olympia steht für Disziplin, Wettbewerb, Teamgeist und den Anspruch, im entscheidenden Moment Leistung zu bringen. Genau diese Haltung prägt auch HRS. Fortschritt entsteht dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen, sich an hohen Maßstäben messen und große Aufgaben mit Ernsthaftigkeit und Umsetzungsstärke angehen.
Frage 4: Gibt es einen Olympia-Moment, der Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben ist?
Wenn ich an Olympia denke, dann kommen mir natürlich die ersten Olympischen Spiele, die ich aktiv im Fernsehen geguckt habe, in den Sinn. Das war im Jahr 1984 in Los Angeles, als Ulrike Meyfarth das zweite Mal Gold geholt hat. Das war damals für mich auch deshalb besonders, weil Meyfarth auf dasselbe Gymnasium gegangen ist wie ich. Seit damals habe ich eine hohe Affinität zu Olympia. Ebenso präsent ist mir Dieter Baumanns 5.000 Meter Gold-Lauf in Barcelona. Ihn habe ich auch heute noch gut in Erinnerung, wie er in der Schlussrunde alle überspurtet hat und damals sensationell Gold holte.
Frage 5: Welche persönlichen Beweggründe haben Sie als CEO, eine Olympiabewerbung zu unterstützen?
Die Olympiabewerbung steht für mich vor allem für einen Leistungsgedanken, den ich sehr unterstütze. Dabei geht es nicht nur um die wenigen weltbekannten Namen, die später im größten Rampenlicht stehen, sondern um all die Menschen, die über Jahre und oft Jahrzehnte mit enormer Disziplin, mit Verzicht und mit einer fast außergewöhnlichen Konsequenz auf genau diesen einen Moment hinarbeiten. Genau das nötigt mir größten Respekt ab, weil es zeigt, was Leistung im Kern ausmacht: nicht den kurzen Erfolg, sondern die Bereitschaft, sehr lange und sehr hart auf ein Ziel hinzuarbeiten, ohne Garantie auf Sichtbarkeit oder Anerkennung. Das gilt für die Olympischen Spiele genauso wie für die Paralympics. Als CEO halte ich diesen Leistungsgedanken für etwas sehr Wertvolles, weil ich überzeugt bin, dass sich Leistung lohnen muss, dass sie Anerkennung verdient und dass Menschen, die Außergewöhnliches leisten, auch eine Bühne bekommen sollten. Olympia kann genau diese Bühne schaffen. Deshalb unterstütze ich diese Bewerbung mit voller Überzeugung.







